„Star Wars: Das Erwachen der Macht“: 3D Must-Have des Jahres

UNBOXING , REVIEW | Das Warten hat ein Ende. Ab 24. November fliegen euch die Laserschwerter endlich auch im Wohnzimmer um die Ohren. Die 3D-Heimkinopremiere von Star Wars: Das Erwachen der Macht sieht aber nicht nur phänomenal aus, sondern hat auch sonst noch so einiges im Gepäck.

star-wars

„Ich finde ihren Mangel an Glauben beklagenswert.“

Ich bin kein Star Wars-Fan. War ich nie. Wurscht, Geschmäcker sind nun mal verschieden. Und dass ich nicht mit Luke, Han & Co aufgewachsen bin, hat’s nicht einfacher gemacht, die Leidenschaft für den Krieg der Sterne in mir zu entfachen.Trotzdem hab‘ ich mich dazu hinreißen lassen, für Star Wars: Das Erwachen der Macht ins Kino zu gehen. Der Hauptgrund dafür war – abgesehen davon, dass man den Film einfach gesehen haben muss, um mitreden zu können – J.J. Abrams. Immerhin ist ihm nicht nur mit Super 8 einer meiner absoluten Lieblingsfilme gelungen, nein, er konnte mich mit seinen Star Trek-Filmen bereits für ein kultiges SciFi-Franchise begeistern, für das ich nie etwas übrig hatte. Warum soll ihm das nicht auch mit Star Wars gelingen?

Zugegeben, während – so kommt’s mir zumindest vor – die ganze Welt von einem „Glücksfall“ von Film spricht, einem meisterhaften Reboot, einem Revival wie es im Buche steht, hab‘ ich nicht so recht verstanden warum. Die sogenannte „Star Wars-Magie“ hat mich leider nie verzaubert, vielleicht war es aber genau die, die Abrams wieder aufkommen ließ? Aber selbst unter Berücksichtigung dieser Vermutung wirkte der Film auf mich objektiv betrachtet wie ein lauwarmer Aufguss der alten Filme – wenn auch als einer, der als Fortsetzung ebenso gut funktioniert wie als Neubeginn. Das muss man ihm lassen.

Warum ich Star Wars: Das Erwachen der Macht unter diesen Umständen trotzdem im Regal stehen hab‘? Nun, gute Frage. Einerseits wohl, weil ich ihm eine zweite Chance geben möchte und andererseits, weil ich neugierig auf die technische Auswertung bin. Jetzt soll es aber ohnehin nicht um den Film selbst gehen, sondern vielmehr um die langersehnte 3D-Premiere im Heimkino.

„Deine Augen können dich täuschen. Traue ihnen nicht.“

Wer nichtsahnend an der 3D-Veröffentlichung von Star Wars: Das Erwachen der Macht vorbeigeht, könnte tatsächlich Opfer einer optischen Täuschung werden – zumindest, wenn man kein Lenticular erwartet oder die Wackelbildcover überhaupt nicht kennt. Ich persönlich bin ganz allgemein kein Freund davon, empfinde sie gerade bei 3D-Filmen aber als immerhin passendes Gimmick. In diesem Fall passt’s aber nicht nur, sondern sieht dank dem stabilen, gerahmten Schuber auch noch richtig edel aus. Das Cover selbst lässt im Vergleich zu anderen heimischen Lenticular Editionen zwar immerhin einen Effekt erkennen, auch wenn der nicht unbedingt zu Begeisterungsstürmen einlädt.

Im Schuber befindet sich ein durchaus mächtiges, robustes Digipak, in dem insgesamt drei Discs untergebracht wurden. Neben dem Hauptfilm auf Blu-ray sowie auf 3D Blu-ray ist nämlich auch reichlich Bonusmaterial mit an Bord – und zwar sowohl altbekannte Special Features als auch brandneue, exklusive Extras. Das Lenticular-Bild ist, so nebenbei, nicht Teil des Digipaks, sondern fixer Bestandteil des Schubers, der in mattem Schwarz gehalten und mit golden glänzender Schrift eine durchaus elegante Erscheinung ist. Ein Booklet o.Ä. liegt der Edition leider nicht bei.

„Nach meiner Erfahrung gibt es so etwas wie Glück nicht.“

Und genau das, nämlich Glück, braucht man auch nicht, wenn man sich eine Scheibe von Walt Disney zulegt. Denn wenn die Vergangenheit eines gezeigt hat, dann, dass kaum ein Studio bei seinen Heimkino-Auswertungen derart konstant Referenzniveau bietet. Die Erwartungen an den neuen Star Wars-Schinken könnten demnach kaum höher sein, werden letzten Endes aber dennoch spielerisch erfüllt.

Dass schon die 2D-Veröffentlichung nicht mit ihren Reizen geizte, dürfte längst bekannt sein. Man stelle sich das Ganze genauso umwerfend, nur in 3D, vor – fertig. Star Wars: Das Erwachen der Macht sieht ganz einfach phänomenal aus und zählt für mich wohl zu jenen Filmen, die in der dritten Dimension fast noch ein wenig mehr Spaß machen. Die sogenannten „Pop-Outs“ sind dabei eher im Hintergrund, und das ist auch gut so. Die Genialität steckt stattdessen im Detail. Denn nicht immer nimmt man die 3D-Effekte als solche offensichtlich war, sondern verarbeitet sie unterbewusst. Und da Walt Disney auch hier erstklassige Arbeit leistet, fühlt man sich so stets mitten im Geschehen, anstatt von irgendwelchen in die Kamera fliegenden Teilen (und somit von aufdringlichen 3D-Animationen) erschlagen zu werden. Dass dabei auch die Intensität der Farben, der Kontrast sowie der Schwarzwert auf den Punkt sind, macht Star Wars: Das Erwachen der Macht zu einer Augenweide, an der es wahrlich nichts zu meckern gibt. Einzig und alleine schade ist, dass die in IMAX gedrehten Szenen keinen Wechsel des Bildformats mitbringen. Das ist allerdings nicht mehr als ein kleines Detail am Rande, an dem sich vielleicht Cineasten stören, das anderen aber wohl nicht einmal auffällt.

Während die Tonspur im Vergleich zur 2D-Erstauflage unverändert bleibt – nämlich auf Top-Niveau, eh klar -, erwartet Fans auch eine umfangreiche Palette an Extras. Die kennt man auszugsweise zwar schon, zu einem gewissen Teil aber eben auch nicht. Neben dem altbekannten (und umfangreichen) Making-Of, den zusätzlichen Szenen und den Blick hinter die Kulissen ausgewählter Szenen oder des Soundtracks gibt’s jetzt nochmal ein paar kleine Featurettes sowie drei zusätzliche Szenen obendrauf. Besonderen Stellenwert hat für mich allerdings der neue Audiokommentar von J.J. Abrams, den ich mir zumindest einmal zur Gänze anhören werde.

„Prima Junge, aber werd‘ jetzt bloß nicht übermütig.“

Mal ganz abgesehen von Kleinigkeiten wie dem durchschnittlichen Lenticular und einem fehlenden Booklet, gibt die schlussendlich veröffentlichte 3D-Version von Star Wars: Das Erwachen der Macht keinen Anlass zur Kritik. Die Edition ist hochwertig verarbeitet und macht sich ganz hervorragend im Regal. Letztendlich sind es aber ohnehin die technische Auswertung des Films sowie der Inhalt der Edition, worauf es ankommt – und hier macht Walt Disney schlicht und ergreifend niemand etwas vor.

Ob man 3D überhaupt (noch) braucht, weiß jeder für sich selbst am besten. Wer sich nicht daran stört, dafür eine Brille aufzusetzen, sondern, ganz im Gegenteil, Spaß daran hat, wenn einem Filme regelrecht um die Ohren fliegen, bekommt mit Star Wars: Das Erwachen der Macht zweifelsohne eines der spektakulärsten 3D-Abenteuer für’s Heimkino serviert – samt jeder Menge Bonusmaterial und einer hübschen Aufmachung.

Die 3D Edition ist ab 24. November 2016 im Handel erhältlich. Alternativ dazu gibt’s die 2D-Version des Films auch als DVDBlu-ray und im Blu-ray Steelbook.

Advertisements

Ein Gedanke zu “„Star Wars: Das Erwachen der Macht“: 3D Must-Have des Jahres

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s