„Horvathslos“ – Staffel 3: Die Saga vom Wamser Platz

ON THE ROAD – Nerdshit | Am 24. November kehrt der charmanteste Junggeselle des Landes wieder zurück – und wie. Ich hab Christopher Seiler und Bernhard Speer getroffen und durfte vorab in die 3. Staffel von Horvathslos reinschauen. Und ich hab Tränen gelacht.

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„I bin da Horvath“…

Wer is eigentlich dieser Horvath? Und was ist mit dem, dass überhaupt über ihn gschriebn wird? Und überhaupt. Für alle, die den charmantesten Junggesellen Österreichs nach der dritten Staffel noch immer net kennen: Anton Horvath mag man oder man liebt ihn, dazwischen gibt’s eigentlich nix. Er geht keinen Schritt ohne sein Dosenbier und grad wenn er sich a Tschick anraucht, dreht er sich auch schon die nächste. Er lebt viel weniger von der Hand in den Mund als von einem AMS-Termin zum nächsten. Solangst aber ka GIS-Vertreter oder Sozialarbeiter bist, hast ganz gute Chancen, dass dich der kampfsportbegeisterte Frauenheld aus der Unterschicht verschont. Gut, seine Lebensweisheiten brummt er einem mit seiner feinfühligen Art auf, ob man will oder net. Aber wenn einem da Horvath zumindest keine mitgibt, kann man sich eigentlich schon glücklich schätzen…

Horvathslos ist das Comedy-Erfolgsprogramm von Seiler & Speer, in dem vor allem Herr Speer ka Blattl vorn Mund nimmt – und genau damit hast bei mir jo schon gwonnen. Ja, er lebt noch, der österreichische Charme, der mich schon in meiner Kindheit fasziniert (und miterzogen) hat. Vom echten Wiener übern Qualtinger bis hin zu Breitfuß, Weber und Knackal hat mich schon immer alles begeistert (und geprägt), wos die Goschn weit aufreißt. Heutzutage gibt’s davon ja kaum noch was. Zumindest hat mich aus österreichischer Sicht bis auf Schlawiner in der jüngsten Vergangenheit nix so sehr erreicht, dass ich auch tatsächlich dranbliebn bin. Und dann wora do, da Toni, der da in zwa Sekunden entweder es Gnack bricht oda dir a Bier andraht. Jenachdem obs erm deppat kummst oda net…

Aller Anfang is Horvath

Ich kann mich noch erinnern, wie ich auf das Format aufmerksam wordn bin. Irgendein Video hat auf Facebook die Runde gmacht. Darauf zu sehn war irgenda Gsoffana, der seine Hau-Drauf-Qualitäten an allem bewiesen hat, was ihm in die Quere kommt. Und mein erster Gedanke war: Is des echt so a Trottl oda is des gspüt? Wenn Letzteres, dann gebt’s dem Herrn doch bitte an Oscar!

Guat, Oscar is‘ noch keiner wordn – bis jetz! -, aber von „irgendam Video“ auf YouTube hat’s da Toni mittlerweile auf den ersten Platz der heimischen Verkaufscharts gebracht. Ja, ich hab mich richtig gefreut, als ich das im Gschäft gsehn hab und mir gedacht „Oida, geil. Verdient.“. Mittlerweile geht das Format in Serienform auch schon in die 3. Staffel, die Ende November endlich auf DVD erscheint. Und ich hatte die Ehre, nicht nur schon ein paar brandneue Episoden sehn zu dürfen, sondern hab dabei auch noch Christopher Seiler und Bernhard Speer höchstpersönlich kennenlernen dürfen. Jo, die Mama hot oiso doch Recht ghobt: Dodln hobn’s Glück…

Der Pate, der Meister und da Horvath

Da Toni is bekannt dafür, sich von keinem was sagen sagen zu lassen und das Kind beim Namen zu nennen – Oaschloch, Deppata oda wie a imma. Gerade diese Unverfrorenheit gepaart mit einer etwas zu großen Portion Ehrlichkeit war schon immer das, woran ich den größten Spaß hatte. Mit Staffel 3 kommt jetzt aber noch etwas dazu, mit dem ich mich besonders gern um den Finger wickeln lasse – Anspielungen. Als Filmfan ist’s für mich immer wieder ein Fest, wenn sich Leute etwas einfallen lassen, um Klassiker in ihrer ganz eigenen Welt neu aufleben zu lassen. Und solche Anspielungen gibt’s demnächst a beim Horvath – und zwoa reichlich.

Ich will an dieser Stelle natürlich nicht zu viel verraten, immerhin sollt ihr die 3. Staffel auch noch selbst schauen und euren Spaß damit haben. Außerdem: Wenn ich euch jetzt alles bis ins Detail nacherzählen würd, könnt ich gleich zum ORF gehen und mich erkundigen, ob man die GIS-Gebühren net um die INS („Internet-Nacherzähler-Steuer“) erweitern könnte – weilst es ja theoretisch lesen könntest. Wie Herr Horvath dazu steht, könnt’s euch wahrscheinlich denken… Egal, eines kann ich jedenfalls schon jetzt sagen: Da Horvath is net nur die österreichische Reinkarnation des Paten, sondern a da Meister des Bloodsports, sodass si sogoa Bruce Lee und sei Meister aunscheissn darat bis auf’s Gnack auffi.

Ganze neun Episoden hat die neue Staffel – und die gehen runter wie Öl. Gut, ich hab gerade einmal ein Drittel davon gesehen, aber selbst nach drei Folgen hat sich schon so etwas wie Wehmut in mir breitgemacht. Immerhin bleiben ja nur noch sechs Folgen, bis es wieder heißt: ein Jahr warten. Etwas Positives hat das Ganze aber trotzdem: Es geht Schlag auf Schlag, sodass man aus dem Lachen gar net rauskommt. Ja, ich hab sogar zum ersten Mal seit langem wieder einmal Tränen gelacht und dabei ganz ohne Zweifel einige Lacher verpasst. Die Wartezeit bis zur 4. Staffel werd ich mir deswegen vor allem verkürzen, indem ich mir Staffel 3 auch ein zweites und ein drittes Mal anschauen werd. Mindestens.

Nix löschtn Durscht so guat wie… 5 Bier

Genau für diese Weisheit ist Herr Horvath bekannt. Er lebt immerhin auch nach jener Philosophie, mit Erfolg. Also, Erfolg in dem Sinne, dass er zu den erfolgreichsten AMS-Stempel-Sammlern der Nation zählt und es mit seiner hirnrissigen Dodlerei vor der Kamera wirklich zu was gebracht hat – und zwar zum bestverdienenden Arbeitslosengeldbezieher weit und breit (das unterstell‘ ich ihm einfach mal). Worauf ich hinaus will: Ich hab mich von Anfang an gefragt, ob’s die berüchtigte MeliBar aus Horvathslos tatsächlich gibt. Warat jo a wurscht, wenn net. Tatsächlich steht das Lokal, das Horvath’s Los ebenso definiert wie dessen Alkohol- und Zigarettenkonsum, nicht weit von Wien – und genau dort durfte ich eintauchen in die Welt von Seiler und Speer, von Herrn Horvath und Herrn Pospischil, von Dosenbier und Fliesentisch. Und ich musste feststellen: 5 Bier löschen net nur den Durst ganz hervorragend, sondern kurbeln auch die Redelaune an. Warum is des MeliBräu aber a so guat…

Im Gespräch mit „Seili und Speerli“, wie die beiden von ihren Fans gerne genannt werden, wurde mir jedenfalls dermaßen warm ums Herz, als hätte mich gerade Herr Posposchil gerufen (ROBERT!!!), um neues Scheisshauspapier zu besorgen. Na, im Ernst. Auch wenn die beiden mittlerweile net nur für YouTube vor (und hinter) der Kamera herumwackeln, sondern längst ganze Konzerthallen füllen, sind die beiden immer noch dort geblieben, wo Herr Horvath sein ganzes Leben verbracht hat – am Boden. Die beiden plaudern locker drauf los, ohne sich großartig Gedanken drüber zu machen, was nun eigentlich gesagt werden „darf“ und was nicht. Sie sind wer sie sind und bleiben deswegen auch in dem, was sie tun, immer authentisch. Wenn du auf dem Trockenen sitzt, bieten sie dir auch schon das nächste Bier an – und auf deine vermeintlich deppatn Fragen, kommt, wie aus der Pistole geschossen, eine mindestens genauso deppate Antwort. Wem’s net passt, der kann si eh schleichn.

Und so kam es während des Galabuffets – und mit „Galabuffet“ mein ich standesgemäß Dosenbier und Würschtl mit allem, was man sich nur vorstellen kann (Senf, Kren, Semmel) – zum regen Gedankenaustausch mit den beiden Künstlern, die abseits der Bühne genauso frei von der Leber weg erzählen, wie im Rampenlicht. Etwa von Seilers Schauspielausbildung, die es einfach nicht gibt oder über grausliche Fanpost von Herren mittleren Alters, die einem mehr als nur ein unmoralisches Angebot unterbreiten. Ob Kathilein aber wirklich alles rein bekommt, hab ich leider nicht rausgefunden…

Und weida?!

Seiler und Speer touren derzeit durch Deutschland und wickeln dort unsere Nachbarn aus dem Norden mit ihrem österreichischen Charme um den Finger – auch wenn das Publikum dort vermutlich nicht einmal die Hälfte von dem versteht, was die beiden so von sich geben. Wurscht.

Wer’s net so mit Musik hat, der bekommt ab 24. November 2016 endlich wieder Einblick ins Leben von Anton Horvath und den anderen „Menschen“, die sich so am Wamser Platz herumtreiben. Vorbesteller bekommen das jüngste Kapitel der Horvathslos-Saga übrigens nicht nur eine Woche vor offiziellem Verkaufsstart, sondern auch noch handsigniert – Jetzt vorbestellen!

Mein Tipp für alle, die den trockenen, österreichischen Humor nicht nur für seine Direktheit, sondern auch für seinen wahren Kern schätzen: Trinkt’s a paar Bier Bier weniger am Abend und gönnt’s euch dafür die 3. Staffel von Horvathslos. Und, wer weiß? Vielleicht könnt’s Staffel 4 nächstes Jahr schon von eurem Arbeitslosenweihnachtsgeld bezahlen…

staffel3_vorbestellen

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